25.02.2012 - Demonstration: "Den rassistischen Konsens brechen, Dessauer Verhältnisse angreifen!"
Für den 25. Februar planen Dessauer Antifaschist_innen eine überregionale Antifademonstration in Reaktion auf die aktuellen Ereignisse in der Stadt. Bei einer Protestdemonstration aus Anlass des Prozesses gegen die Polizisten, denen der Tod des in Polizeigewahrsam verbrannten Oury Jalloh vorgeworfen wird, verletzten Polizisten mehrere Demonstrant_innen.
Nach einer Auseinandersetzung in Dessau, bei der ein Migrant einen Dessauer Fußballer verletzte startete eine rassistische Stimmungsmache, die in zwei Demonstrationen gipfelte, an denen Bürger_innen zusammen mit Neonazis demonstrierten. Dem wollen Dessauer Antifaschist_innen etwas entgegensetzen. Wir unterstützen sie dabei.
Infoveranstaltung: 22. Februar - 19:00 Uhr | Tristeza (Pannierstraße 5, Berlin-Neukölln)
Berliner Zugtreffpunkt: 25. Februar - 10.15 Uhr | Alexanderplatz (S-Bahngleis)
Demonstration: 25. Februar - 12:30 Uhr | Dessau Hauptbahnhof
Infos unter: http://dessauerverhaeltnisse.blogsport.de/
„Schokoladen“-Solidemo findet statt
Kampf um Erhalt von nonkonformem Kulturprojekt geht weiter
Der auf den 22. Februar angesetzte Räumungstermin für den „Schokoladen“ im Stadtteil Mitte ist vorerst ausgesetzt. Bedroht sind die prominente Kneipe mit Konzertraum, der Club der polnischen Versager, ein Theater und verschiedene Atelierräume aber weiterhin. Öffentlicher Druck brachte nun immerhin ein wenig Bewegung in die Sache. Vereinbart wurde eine "Friedenspflicht" bis Ende März; bis dahin verhandeln der Schokoladen e.V. als Betreiber, die Stiftung Edith Maryon, der Eigentümer des Hauses und der Berliner Senat u.a. um die Zukunft der Projekte. Unabhängig von dieser erfreulichen Entwicklung findet am 21. Februar 2012 eine Demonstration unter dem Motto „Schokoladen verteidigen! Gemeint sind wir alle!“ statt. Beginn: 17.30 Uhr, Klub der Republik im Abriss, Pappelallee 81, nähe U-Bhf. Eberswalder Straße. Infos: http://wba.blogsport.de/ und http://www.schokoladen-mitte.de
Gab es NSU-Kontakte zur Pankower NPD?
Früherem Kreisverbandvize Ilja Gräser werden Verbindungen zu Naziterrorclique nachgesagt
In der Sächsischen Zeitung vom 17.12.2011 wird über den ehemaligen Pankower NPD-Vize-Vorsitzenden Ilja Gräser folgendes berichtet:
"Auf der damals prominentesten Baustelle Deutschlands lernt er [NSU-Unterstützer Max B., Anm. EAG] 1999 einen Steinmetz aus Berlin kennen. Der wird später Kreisvorstand der NPD in Pankow, organisiert völkische Tanzfeste und lebt heute abgeschieden im Landkreis Rostock auf einem Gutshof mit rechtsnationalen Siedlern, die sich Neo-Artamanen nennen. 2004 trifft Max B. ihn noch mal auf einem Steinmetzfest in Ottendorf-Okrilla. Von Terrorzellen-Mitglied Mundlos bekommt Max B. nach seinem Ausstieg noch ,sporadisch' Anrufe, lehnt aber einen neuen Kontakt ab."
Bereits mehrfach wurde über Kontakte der Terrorgruppe NSU nach Berlin spekuliert. Dieser konkrete Zusammenhang zwischen dem Terrorumfeld und der gut in die Berliner Neonaziszene integrierten Pankower NPD wirft dabei noch etwas Licht ins Dunkel.
Demo nach rechtem Mordversuch im Prenzlauer Berg
Wieder rassistischer Vorfall am U-Eberswalder Straße.
In der Nacht zum 9. Januar 2012 haben am U-Bahnhof Eberswalder Straße drei Rassisten einen 23jährigen Migranten erst beleidigt und dann mit Tritten und Schlägen so schwer verletzt, dass er in Lebensgefahr schwebte. Sie brachen ihm die Nase und einen Rückenwirbel. Am 13.1. beteiligten sich dann rund 900 Menschen an einer kraftvollen antirassistischen Demo durch Prenzlauer Berg. Wenige Tage später wieder ein rechter Angriff fast am gleichen Ort: Ein 48jähriger Mann belegt am 17.1. einen 20jährigen mit rassistischen Sprüchen und bedroht in anschließend mit einem Messer.
Keine Appeasement-Politik mit Mullah-Staat!
EAG mit dabei bei Protestkundgebung am 26.10.

Am 26. Oktober fand in Berlin-Tiergarten eine Kundgebung gegen eine Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) mit Mohammad Reza Farzin, dem Vizefinanzminister der Islamischen Republik Iran statt. Gegen die deutsche Hofierung des iranischen Regimes protestierten etwa 40 Menschen.
Auch die EAG unterstützte den Protest.
Weg mit dem "Tönsberg" in Weißensee
800 Menschen bei Demonstration gegen neues Geschäft der rechten Modemarke "Thor Steinar"
Am 28.10. eröffnete in der Berliner Allee im Pankower Ortsteil Weißensee ein neues Geschäft der rechten Modemarke “Thor Steinar”. Gegen den Laden, der den Namen “Tönsberg” trägt, regt sich Widerstand. Dessen Vorgängergeschäft befand sich in der Rosa-Luxemburg-Straße im Stadtteil Mitte und wurde dort durch den umfangreichen Protest von Antifaschist_innen zur Aufgabe gezwungen. Ein lokales nordostberliner Bündnis aus Initiativen von Nachbar_innen, Antifa-Gruppen und Parteien will dies in Weißensee auch erreichen. Es organisierte bereits bei der Ladeneröffnung eine Gegenkundgebung. Am 18. November zogen zudem rund 800 Antifaschist_innen mit einer Demonstation durch Prenzlauer Berg und Weißensee. Nun gilt
es an die Proteste anzuknüpfen, aufbauend auf
die Erfahrungen anderer Kämpfe gegen „Thor
Steinar“-Geschäfte, und den Protest zusammen
mit Anwohner_innen, lokalen Initiativen und Gewerbetreibenden zu organisieren.
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